Laser in der Flugzeug­industrie

Die Entwicklung des SLCR Verfahrens fand Ihren Ursprung in der Luftfahrtindustrie. Das Entlacken von Luftfahrzeugen und deren Komponenten ist ein fester Bestandteil der regelmäßigen, präventiven Wartungsarbeiten. Zudem erfordern die zunehmend verwendeten Faserverbundbauteile neue Lösungen für die Vorbereitung der Oberflächen als eine zwingende Voraussetzung für die weitere Verarbeitung der Bauteile beim Verkleben oder Lackieren. Das SLCR Verfahren zur Oberflächenbearbeitung konnte sich im Bereich der Luftfahrt bereits gut etablieren und verfügt in vielen Bereichen bereits über die notwendigen Zulassungen. Nur durch die Verwendung von Licht kann der SLCR Prozess im Gegensatz zu konventionellen Verfahren ohne Zusatzstoffe wie Chemikalien, Strahlmittel o.a. mechanische oder flüssige Hilfsmittel die Oberflächenvorbereitung schnell, sauber und präzise ohne Nachbehandlung durchführen.

So verbessert der SLCR Prozess nicht nur die Prozesse und senkt die Stückkosten, sondern schützt auch die Umwelt und verbessert die Arbeitsbedingungen erheblich.

Anwendungen von Lasern in der Flugzeugindustrie

Aktivieren / Vorbehandeln

Faserverbundwerkstoffe werden durch Laser aktiviert. Trennmittelreste und Verunreini-gungen werden entfernt und durch das gleichzeitige Aufrauen der Oberfläche wird eine gute Lackhaftung erzielt oder Oberflächen zum Verkleben vorbereitet.

Entlacken / Entschichten

Materialschonendes, selektives (nur bis zum Primer) oder komplettes (bis zum Substrat) Entlacken. Auf Faserverbundwerkstoffen oder Metallen können die Vorteile des SLCR-Verfahrens genutzt werden.

Materialbearbeitung

Als Vorbereitung von Strukturreparaturen auf Faserverbundwerkstoffen erfolgt  mittels des SLCR-LMP Verfahrens ein gezielter und kontrollierter Materialabtrag, als Voraussetzung für das Aufbringen der Reparatur-Patches.

Berührungsloses, dauerhaftes Markieren von Faserverbundwerkstoffen oder Metallen, z.B. Aufbringen von Seriennummern oder Firmenlogos.